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Managed Backup: 3-2-1, manipulationsgeschützt und jede Woche geprüft

Wir halten drei Kopien Ihrer Daten an zwei Orten, eine davon manipulationsgeschützt: 30 Tage lang kann sie niemand löschen oder verändern, auch wir nicht. Gesichert wird zum Beispiel um 04:00 oder direkt nach Dienstschluss, und jede Woche starten wir die Sicherung auf einem virtuellen Testrechner. Diese Seite erklärt ohne Fachbegriffe, was das im Ernstfall bedeutet; in der Desktop-Ansicht können Sie es selbst durchspielen.

Ausprobieren in der Desktop-Ansicht: Ernstfall, Angriff, Zeitreise, Prüfung Managed Backup als Leistung

Die drei Kopien

Kopie im Haus (Sicherungsgerät im Serverraum)

Ein eigenes Sicherungsgerät neben dem Server, über das Firmennetz erreichbar. Wofür: Schnelle Rückkehr: eine Datei in Minuten, der ganze Server in ein bis zwei Stunden. Schwachstelle: Brennt der Serverraum oder räumt ein Trojaner mit Adminrechten auf, ist sie weg wie das Original.

Kopie außer Haus (verschlüsselt im Rechenzentrum)

Verschlüsselt in einem Rechenzentrum in der EU. Den Schlüssel haben nur Sie und wir. Wofür: Brand, Wasser, Einbruch: alles, was den Serverraum trifft, trifft diese Kopie nicht. Schwachstelle: Wer die Zugangsdaten der Sicherungssoftware erbeutet, kann sie löschen. Allein genügt sie also nicht.

Manipulationsgeschützte Kopie (außer Haus, mit Zeitschloss)

Im selben Rechenzentrum, aber mit Zeitschloss (Object-Lock): 30 Tage lang kann niemand löschen oder verändern. Auch wir nicht. Wofür: Erpressungstrojaner, gestohlene Adminrechte, Innentäter, Bedienfehler. Der Fall, in dem alles andere versagt. Schwachstelle: Keine. Der Preis ist Geduld: Löschen geht erst, wenn die Frist abgelaufen ist.

Was passiert, wenn …

Die Tabelle stellt vier Schadensfälle den drei Kopien gegenüber: Überlebt die Kopie den Fall, wie lange dauert die Rückkehr (RTO) und wie viel Arbeit fehlt danach (RPO)?

SchadensfallKopie im HausKopie außer HausManipulationsgeschützte Kopie
Eine Datei ist weg
Das Angebot wurde gelöscht
überlebt, Rückkehr 2 Minuten
Die Datei wird aus dem Stand von heute 04:00 zurückgeholt. Was seit 04:00 daran gearbeitet wurde, muss nachgeholt werden – im schlimmsten Fall ein Arbeitstag.
überlebt, Rückkehr 5 Minuten
Auch außer Haus liegt jeder Stand. Die einzelne Datei ist in Minuten da, nur der Weg ist etwas länger.
überlebt, Rückkehr 5 Minuten
Die manipulationsgeschützte Kopie lässt sich lesen wie jede andere, nur nicht löschen. Für eine einzelne Datei genügt sie genauso.
Erpressungstrojaner
Alles verschlüsselt, mit Adminrechten
verloren, Rückkehr keine Rückkehr
Das Sicherungsgerät hing im Netz, der Trojaner hatte Adminrechte: Die Kopie im Haus ist mitverschlüsselt. Eine Sicherung, die der Angreifer erreichen kann, ist keine.
verloren, Rückkehr keine Rückkehr
Die Zugangsdaten zur Kopie außer Haus standen in der Sicherungssoftware am Server. Der Trojaner hat die Kopie gelöscht, bevor er den Erpresserbrief hinterlassen hat.
überlebt, Rückkehr 6 bis 8 Stunden
Löschen verweigert. Der Server wird aus der manipulationsgeschützten Kopie neu aufgebaut, Stand heute 04:00. Der Erpresserbrief ist damit gegenstandslos. Verloren ist ein Arbeitstag, bezahlt wird nichts.
Der Server ist kaputt
Festplatte defekt
überlebt, Rückkehr 1 bis 2 Stunden
Der Server wird aus der Kopie im Haus auf die Ersatzhardware zurückgespielt. Bis Mittag läuft die Branchensoftware wieder.
überlebt, Rückkehr 6 bis 8 Stunden
Geht auch, dauert aber länger: Der ganze Server muss aus dem Rechenzentrum geladen werden. Deshalb gibt es die Kopie im Haus für die schnellen Fälle.
überlebt, Rückkehr 6 bis 8 Stunden
Wie die Kopie außer Haus, nur dass sie zusätzlich gegen Löschen geschützt ist. Für den defekten Server ist das egal, für den nächsten Fall nicht.
Brand im Serverraum
Server und Sicherungsgerät verbrannt
verloren, Rückkehr keine Rückkehr
Das Sicherungsgerät stand im selben Raum wie der Server. Verbrannt wie das Original. Eine Kopie im selben Gebäude schützt vor Bedienfehlern, nicht vor Feuer.
überlebt, Rückkehr 1 bis 2 Tage
Ersatzhardware oder vorübergehend ein Server im Rechenzentrum, dann Rückspielen aus der Kopie außer Haus. Die Daten sind vollständig, es fehlt nur die Hardware.
überlebt, Rückkehr 1 bis 2 Tage
Dasselbe wie bei der Kopie außer Haus. Beim Brand spielt die Manipulationsschutz keine Rolle, beim Trojaner entscheidet sie – deshalb braucht es beide Kopien.

Der Angriff auf die Sicherung

Ein Erpressungstrojaner verschlüsselt nicht nur Daten, er sucht zuerst die Sicherungen. So läuft das ab:

  1. Montag 02:10: Ein Anhang, am Freitag als Administrator geöffnet, wird aktiv. Der Trojaner hat die Rechte des Benutzers, also alle.
  2. 02:14: Er sucht nach Sicherungen und findet das Sicherungsgerät im Netz. Ein Laufwerk wie jedes andere. Verschlüsselt. Die Kopie im Haus ist jetzt genauso unlesbar wie das Original.
  3. 02:31: In der Sicherungssoftware am Server liegen die Zugangsdaten zur Kopie außer Haus. Er meldet sich an und löscht alle Stände. Gelöscht. Wer löschen darf, darf alles löschen.
  4. 02:33: Dieselben Zugangsdaten, dieselbe Löschanweisung, diesmal an die manipulationsgeschützte Kopie. Verweigert. Zeitschloss aktiv, Aufbewahrung bis in 30 Tagen. Kein Konto der Welt hebt das vorher auf, auch unseres nicht.
  5. 03:05: Der Erpresserbrief liegt auf jedem Desktop: 48.000 Euro in Bitcoin, sonst bleibt alles verschlüsselt und die Daten werden veröffentlicht.
  6. 04:00: Die nächtliche Sicherung um 04:00 fällt aus, der Server ist vom Netzwerk getrennt. Die manipulationsgeschützten Stände der letzten 30 Tage liegen unberührt daneben.
  7. 07:20: Das Monitoring hatte um 02:40 Alarm geschlagen, der Server war seit 02:45 vom Netzwerk getrennt. Jetzt wird er aus der manipulationsgeschützten Kopie neu aufgebaut, Stand Sonntag 04:00.
  8. 13:40: Der Server läuft, die Arbeitsplätze werden neu aufgesetzt, die Passwörter getauscht. Verloren ist ein Arbeitstag, bezahlt wurde nichts. Veröffentlicht wird, was der Angreifer vorher kopiert hat – dagegen hilft keine Datensicherung, nur der Schutz davor.

Aufbewahrungsplan

Wie oftWie viele StändeWofür
Täglich30 Ständedie letzten Wochen Tag für Tag, für die Datei von vorgestern
Wöchentlich12 Ständeein Vierteljahr zurück, für den Fehler, der erst spät auffällt
Monatlich12 Ständeein Jahr zurück, für die Preisliste vom Frühjahr
Jährlich7 Ständesieben Jahre Aufbewahrungspflicht für die Buchhaltung (§ 132 BAO)
Manipulationsgeschützt30 Tagein dieser Zeit kann niemand löschen oder verändern

Microsoft sichert Ihr Postfach nicht. Gelöschte Elemente hält Microsoft 14 Tage, höchstens 30. Danach sind sie weg, auch für den Microsoft-Support. Der Tresor hält von jedem Postfach bis zu 30 Stände.

Die wöchentliche Prüfung

Ein grünes Häkchen heißt nur, dass die Sicherung geschrieben wurde. Die Boot-Verifikation startet die Sicherung jede Woche als Testrechner, wartet, bis der Anmeldebildschirm erscheint, und hält das mit einem Bildschirmfoto fest. In den letzten zwölf Wochen gab es elf erfolgreiche Prüfungen und einen erkannten Fehler, der am selben Tag behoben wurde. Einmal im Jahr spielen wir zusätzlich Branchensoftware und Datenbank zurück und prüfen mit Ihnen, ob alles funktioniert.

Boot-Verifikation eines Servers: Ergebnis Success, Start 20:27, Ende 20:50, Bildschirmfoto des Anmeldebildschirms
Boot-Verifikation eines Domänencontrollers aus der Image-Sicherung: automatisch gestartet, Anmeldebildschirm erreicht, Ergebnis „Success“, Dauer 23 Minuten, nächster Lauf eine Woche später. Dieser Nachweis entsteht bei unseren Kunden regelmäßig – ohne dass jemand daran denken muss.

Ihre zwei Zahlen

Wie lange darf der Betrieb stillstehen (RTO), wie viel Arbeit darf verloren gehen (RPO)? Das sind Fragen an den Betrieb, nicht an die Technik. Mit der täglichen Sicherung fehlt schlimmstenfalls ein Arbeitstag; wer weniger verlieren darf, braucht die stündliche Sicherung. Wer schneller wieder arbeiten muss, als ein Rückspielen dauert, braucht einen Ersatzserver, der mitläuft. Was die Sicherung getan hat, steht jeden Monat im Systembericht.

Backup 17 € je Server und VM inkl. 500 GB verschlüsseltem Speicher außer Haus · Microsoft 365 3,50 € je Benutzer · Arbeitsplätze optional. Alle Preise netto pro Monat.

Gesichert werden in der Regel die virtuellen Maschinen. Der physische Server darunter ist meist nur der Hypervisor; er wird nur gesichert, wenn er selbst operativ genutzt wird, etwa als Datei- oder Datenbankserver ohne Virtualisierung.

Häufige Fragen

Reicht nicht eine externe Festplatte, die ich abends mitnehme?
Besser als nichts, aber jemand muss sie täglich mitnehmen, und sie darf nicht angesteckt sein, wenn der Trojaner kommt. Die manipulationsgeschützte Kopie leistet dasselbe automatisch, jede Nacht, ohne dass jemand daran denken muss.

Was ist Object-Lock in einem Satz?
Ein Zeitschloss auf jeder Sicherung: 30 Tage lang kann niemand löschen oder verändern, auch nicht mit dem Hauptpasswort.

Warum muss die Wiederherstellung geprüft werden, wenn die Sicherung „grün“ ist?
Grün heißt: Die Sicherung wurde geschrieben. Es heißt nicht, dass sich daraus ein laufender Server machen lässt. Die Boot-Verifikation startet die Sicherung jede Woche als Testrechner und meldet, ob der Anmeldebildschirm kommt. Einmal im Jahr spielen wir zusätzlich die Branchensoftware zurück und prüfen mit Ihnen, ob alles funktioniert.

Was sind RTO und RPO, und warum entscheide ich das?
RTO ist die Zeit, die Sie ohne System auskommen können. RPO ist die Arbeit, die Sie schlimmstenfalls nachholen müssen. Beides sind Fragen an den Betrieb, nicht an die Technik: Eine Stunde Stillstand kostet in der Produktion etwas anderes als im Büro. Aus Ihren Antworten folgt, wie oft gesichert wird und welche Kopien es braucht.

Sichert Microsoft meine E-Mails nicht ohnehin?
Nein. Microsoft betreibt den Dienst, sichert aber Ihre Inhalte nicht gegen Löschen, Trojaner oder Bedienfehler. Gelöschte Elemente bleiben 14 Tage, höchstens 30. Der Tresor hält von jedem Postfach bis zu 30 tägliche Stände und zusätzlich Monats- und Jahresstände für die siebenjährige Aufbewahrungspflicht.

Wird auch der physische Server gesichert?
In der Regel sichern wir die virtuellen Maschinen, denn dort liegen die Daten und Dienste. Der physische Server darunter ist meist nur der Hypervisor und lässt sich im Ernstfall schneller neu aufsetzen als zurückspielen. Gesichert wird er nur, wenn er selbst operativ genutzt wird, etwa als Datei- oder Datenbankserver ohne Virtualisierung.

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Stand: 14.10.2026. Zeiten und Mengen sind typische Werte betreuter Betriebe, keine Zusagen.