Auch Verfügbarkeit ist IT-Sicherheit
Nicht jeder Ausfall ist ein Angriff. Ein defektes Netzteil, ein Wasserschaden oder ein Fehler nach einem Update legen einen Betrieb genauso still wie Ransomware. Betriebssicherheit heißt, die entscheidende Frage vor dem Ausfall zu beantworten: Wie lange darf welches System stehen, wie viel Arbeit darf verloren gehen?
Was kostet eine Stunde Stillstand?
| Position | Annahme | je Stunde |
|---|---|---|
| Personalkosten | 20 Mitarbeiter × ø 45 € | 900 € |
| Entgangene Wertschöpfung und Umsätze | Aufträge, die nicht entstehen | 1.500 € |
| Lieferverzug, Vertragsstrafen, Express-Kosten | Folgekosten außer Haus | 400 € |
| Pro Stunde Stillstand | Beispielrechnung, keine Erhebung | ≈ 2.800 € |
Zum Vergleich: 99 % Verfügbarkeit erlauben rund 87 Stunden Ausfall im Jahr, 99,9 % rund 8,8 Stunden, 99,99 % rund 53 Minuten.
Drei Stufen Redundanz
- Keine Redundanz: Ein Server, eine Leitung. Ersatz wird im Ernstfall bestellt. Wiederanlauf: Tage bis Wochen.
- Kalte Reserve (meist ausreichend): Ersatzgerät vorgehalten, Wartungsvertrag mit Ersatzteil am nächsten Arbeitstag, geprüfte Sicherung. Wiederanlauf: Stunden.
- Automatische Übernahme: Ein zweites System übernimmt ohne Eingriff. Nur dort, wo keine Stunde Stillstand verkraftbar ist.
Reaktionszeit ist nicht Entstörzeit – achten Sie im Vertrag auf beides. Wir halten je System schriftlich fest, wie lange ein Ausfall dauern darf (RTO) und wie viel Arbeit verloren gehen darf (RPO).